Empfindliche Haut – Behandlung und Pflege

Die richtige Behandlung einer empfindlichen Haut ist nicht ganz einfach, die empfindliche Haut nimmt viele Dinge übel, die Sie als Betroffene teilweise nur schwer durchblicken.

Schon die falsche Pflege kann empfindliche Haut reizen, das haben Sie sicher schon erfahren. Gerne reagiert empfindliche Haut auf die Anwendung neuer Kosmetika, es gibt viele Inhaltsstoffe, die sie nicht verträgt, an der Spitze der kritischen Stoffe stehen Parfümzusätze und Alkohole.

Empfindliche Haut pflegenAuch wenn Sie dieselben Kosmetika verwenden wie schon in der vorangegangenen Zeit, gibt das noch keine Sicherheit: Empfindliche Haut kann allein durch ein schärferes Essen erröten, auch auf heiße oder kalte Temperaturen oder auf plötzliche Temperaturveränderungen reagiert sie häufig ausgesprochen ungehalten. Vielleicht reagiert Ihre Haut auch sauer auf Sonnenbestrahlung, oder Sie hatten in der letzten Zeit ein wenig mehr Stress als üblich, was sich sofort am Hautbild ablesen lässt. Zu allem Überfluss ist empfindliche Haut sehr häufig auch noch gleichzeitig trocken und damit auch öfter rau und schuppig.

Mit Irritationen und Rötungen ist die empfindliche Haut gerne und schnell zur Hand, da kann auch nicht trösten, dass immerhin knapp 40 % der Deutschen ihre Haut als empfindlich bezeichnen. Was ist die Ursache für dieses Betragen? Meist eine tiefer gehende Schädigung:

Die Unmutszeichen der empfindlichen Haut sind nur ein Symptom

Immer wenn die empfindliche Haut nachhaltiger ihren Unmut äußert, wird sie zugleich noch ein wenig mehr geschädigt: Die Rötungen und Reizungen, die immer wieder und nicht nur einmalig auftreten, sind nur ein Symptom: Sie zeigen, dass der natürliche Schutzschild der Haut nicht mehr intakt ist. Diese Schwäche des natürlichen Schutzschildes macht es möglich, dass Feuchtigkeit aus der Haut nach außen abgegeben wird, das hat wiederum zur Folge, dass leichter Schadstoffe in die Haut eindringen können.

Ein Teufelskreis also, je heftiger die Reizungen sind, desto schwieriger wird es für die empfindliche Haut, ihre Schutzbarriere wieder aufzubauen. Was also tun? Zuerst geht es darum, das Sensibelchen richtig zu pflegen und dabei zu stärken:

Aufbau der Hautschutzbarriere als wichtigstes Ziel

Das vordringliche Ziel bei der Pflege der empfindlichen Haut muss dabei sein, dass die natürliche Hautschutzbarriere gestärkt wird. Denn nur wenn die empfindliche Haut etwas weniger empfindlich gemacht wird, werden Sie auf lange Zeit den entspannten Umgang mit Ihrer Haut erreichen können.

Also müssen Sie Ihrer dünnhäutig gewordenen Haut helfen, die natürliche Schutzfunktion zu erneuern und zu halten. Empfindliche Haut, die so schnell reizbar ist, möchte gerne ausgesprochen behutsam behandelt werden, damit sie die Kraft aufbauen kann, sich zu generieren.

Diese schonende Behandlung verlangt als Erstes, dass Sie Pflegeprodukte für empfindliche Haut verwenden. Diese Produkte verzichten auf alles, was die Haut unnötig belasten oder reizen könnte, es werden nur ausgewählte Inhaltsstoffe verwendet, die mild und hochrein sind. Achten Sie darauf, dass sich um wenige und hochwertige Inhaltsstoffe handelt, nicht ein einziger Inhaltsstoff sollte bereit als möglicher Allergieauslöser aufgefallen sein.

Bekannt und erprobt für die Stärkung sensibler Haut sind folgende Ingredienzien: Allantonin und Bisabolol, sie lindern die Reizbarkeit und beruhigen die Haut. Allantonin wird in der Regel aus Schwarzwurzeln oder auch aus Rosskastanien gewonnen, ist aber der Haut als auch körpereigene Substanz nicht fremd. Bisabolol entstammt dem ätherischen Öl der Kamille, wie Allantonin wirkt es auch entzündungshemmend. Ebenfalls empfehlenswert: Calendula und Ringelblumenöl, beide beruhigen, regenerieren empfindliche Haut und wirken entzündungshemmend. Auch Mandelöl wird gerne eingesetzt, es schützt und pflegt und gilt als so hautverträglich, dass es auch häufig in Babypflege gegeben wird.

Weitere Stoffe sind nützlich, aber nicht bei jeder Haut: Panthenol soll zwar die Hautbarriere stärken und die Feuchtigkeit in der Haut binden, kann aber nur künstlich hergestellt werden. Obwohl es sich um eine natürlich im Körper vorkommende Substanz handelt, wird es deshalb in zertifizierter Naturkosmetik nicht eingesetzt. Auch die Gamma-Linolensäure aus dem Nachtkerzenöl wird als Feuchtigkeitsspender angesehen, der empfindliche Haut beruhigen kann, aber nicht von jeder Haut vertragen wird.

Von vornherein ausschließen sollten Sie Cremes mit Parfüms, Vorsicht ist auch bei allen ätherischen Ölen angesagt, sie lösen gerne Allergien aus. Auch Fruchtsäuren sollten gemieden werden, und es gibt noch einige andere Stoffe, die gerne Probleme machen.

Nach diesen Vorgaben sollten Sie vorsichtig ausprobieren, was Ihre Haut gerne hat und gut verträgt.

Sonnenschutz nicht vergessen

Der nächste Baustein ist der richtige Sonnenschutz, vor allem UVA-Strahlen dringen tief in das Bindegewebe ein, wo sie die Zellen schädigen, die das Kollagen produzieren.

Ihre Tagescreme sollte also einen integrierten UV-Schutz haben, wobei zu beachten ist, dass der angegebene Lichtschutzfaktor (LSF) nur etwas über den Schutz vor UVB-Strahlen aussagt. Sie brauchen jedoch auch Schutz vor UVA-Strahlen. Deshalb ist bei jeder direkten Sonnenexposition ein besonderer Sonnenschutz gefragt, der übrigens nicht zu stark einmassiert werden sollte, das schwächt den Schutz. Der Schutzfaktor sollte in unserem Klima zwischen 20 und 30 liegen, und es sollte unbedingt angegeben sein, dass das Sonnenschutzmittel auch UVA-Strahlen blockiert. Beim Blick auf die Inhaltsstoffe gilt das oben gesagte, am besten verträgt empfindliche Haut meist mineralischen Sonnenschutz mit Titanoxid und ohne chemische Lichtfilter.

Schnell handeln bei Irritationen

Wenn sich wieder Irritationen einstellen auf dem Weg zur richtigen Pflege oder auch einmal überraschend zwischendurch, obwohl Sie mit den momentan verwendeten Pflegeprodukten eigentlich gut zurechtkommen, ist es wichtig, dass Sie schnell und doch überlegt reagieren:

Die akut gereizte Haut sollte schnell beruhigt werden, das funktioniert oft gut mit kalten Umschlägen mit schwarzem Tee, die auch noch einen guten Kühleffekt bringen. Auch Thermalwasserspray aus der Apotheke wird empfohlen, oder Masken mit Kamille, Calendula und Aloe vera.

Dann wird die Pflege noch einmal überprüft, nicht nur übersehene Problemstoffe oder Konservierungsstoffe können Ihrer Haut zu schaffen machen, sondern auch jeder Stoff, den eine andere Haut prima verträgt.

Wichtig: Die auf dieser Seite für Sie bereit gestellten Informationen ersetzen nicht die professionelle Beratung eines approbierten Arztes oder Heilpraktikers.

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